Leichter bis mäßiger Alkoholkonsum kann Ihrem Herzen helfen

Sind Sie es leid, wenn Ihnen immer wieder gesagt wird, dass Alkoholkonsum gesundheitsschädlich ist? Nun, das sind gute Nachrichten, denn Untersuchungen zeigen, dass leichter bis mäßiger Alkoholkonsum tatsächlich schädlich sein kann verbessern Ihre Herzgesundheit. Wie es funktioniert?

Von Verdauungsproblemen über Lebererkrankungen bis hin zu verschiedenen Krebsarten werden Sie ständig mit Botschaften bombardiert, die Sie auffordern, Ihren Alkoholkonsum einzuschränken, sonst würden Sie Ihre Gesundheit opfern.

Man könnte davon ausgehen, dass es keine gesunde – oder gar sichere – Menge Alkohol gibt und dass jeder Alkoholkonsum unter dem Strich negative Auswirkungen hat.

Frühere Studien deuten jedoch darauf hin, dass leichter bis mäßiger Alkoholkonsum mit einem geringeren Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen verbunden ist. Es ist jedoch weitgehend unklar, ob Alkohol kardiovaskuläre Vorteile vermittelt oder ob das Gesundheitsverhalten, der sozioökonomische Status oder andere Faktoren von leichten/mäßigen Trinkern ihr Herz schützen.

Jetzt hat eine neue Forschung genau herausgefunden, wie Alkohol Ihr Herzrisiko senkt. Die Forscher fanden heraus, dass das verringerte Risiko auf die Fähigkeit von Alkohol zurückzuführen ist, Stresssignale im Gehirn zu unterdrücken.

Der Kardiologe Dr. Ahmed Tawakol, Hauptautor der Studie, weist schnell darauf hin, dass seine Forschung keine pauschale Empfehlung für das Trinken ausgeht.

„Wir empfehlen nicht, Alkohol zu trinken, um das Risiko von Herzinfarkten oder Schlaganfällen aufgrund anderer gesundheitlicher Auswirkungen von Alkohol zu verringern“, sagt er.

„Wir wollten verstehen, wie ein leichter bis mäßiger Konsum Herz-Kreislauf-Erkrankungen reduziert, wie mehrere andere Studien gezeigt haben. Und wenn wir den Mechanismus finden könnten, wäre das Ziel, andere Ansätze zu finden, die die herzschützende Wirkung von Alkohol nachahmen oder hervorrufen könnten, ohne die schädlichen Auswirkungen von Alkohol.

Die Studie untersuchte Alkoholkonsum- und Gesundheitsdaten von mehr als 50.000 Menschen und bereinigte sie um eine Reihe genetischer, klinischer, Lebensstil- und sozioökonomischer Faktoren.

Die Ergebnisse zeigten, dass leichter bis mäßiger Alkoholkonsum auch nach Berücksichtigung dieser anderen Faktoren immer noch mit einer erheblichen Verringerung des Risikos für Herz-Kreislauf-Ereignisse verbunden war.

Im zweiten Teil der Studie wurden Daten von 754 Personen untersucht, die sich zuvor einer PET/CT-Bildgebung des Gehirns (hauptsächlich zur Krebsüberwachung) unterzogen hatten, um die Auswirkung von Alkoholkonsum auf die Aktivität des Ruhestresses des Gehirns zu bestimmen.

Die Bilder zeigten eine verringerte Stresssignalisierung in der Amygdala – der Gehirnregion, die am stärksten mit Stressreaktionen in Verbindung gebracht wird – bei Menschen, die leicht bis mäßig tranken, im Vergleich zu denen, die sich enthielten oder nur sehr wenig tranken.

Überraschenderweise fanden sie in der Trinkgruppe weniger Herzinfarkte und Schlaganfälle als in der Nichttrinkergruppe.

„Wir fanden heraus, dass Gehirnveränderungen bei leichten bis mäßigen Trinkern einen erheblichen Teil der schützenden Wirkung auf das Herz erklärten“, sagt Dr. Tawakol.

Er kommt zu dem Schluss, dass sich weitere Forschung auf die Suche nach neuen Interventionen konzentrieren sollte, die die Stressaktivität des Gehirns reduzieren, ohne alle negativen Auswirkungen von Alkohol.

Das Forschungsteam untersucht derzeit die Auswirkungen von Bewegung und anderen pharmakologischen Therapien auf das Stresssignalnetzwerk des Gehirns, um herauszufinden, ob sie die kardiovaskulären Vorteile reproduzieren können.

Wie oft trinkst du? Würden Sie sagen, dass es Ihren Stresspegel reduziert? Lassen Sie es uns im Kommentarbereich unten wissen.

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Haftungsausschluss für die Gesundheit: Dieser Artikel enthält allgemeine Informationen zu Gesundheitsthemen und stellt keine Beratung dar. Für gesundheitliche Ratschläge wenden Sie sich an Ihren Arzt.

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