Der Zusammenhang zwischen Pestiziden und der Parkinson-Krankheit

Heutzutage neigen wir dazu, gegenüber Pestiziden etwas vorsichtiger zu sein. Sogar diejenigen von uns, die alt genug sind, um sich daran zu erinnern, dass unser Vater DDT im Garten verwendet hat, überlegen es sich zweimal, bevor sie sprühen.

Für diejenigen, die zu jung sind, um sich daran zu erinnern: DDT ist Dichlordiphenyltrichlorethan, eine organische Verbindung, die bestimmte Insektenenzyme hemmt. Letztendlich bringt es sie um. Deshalb hat mein Vater es in den 1960er-Jahren ausgiebig genutzt. Er hat es mit seiner Insektenspray-Pumpe aufgetragen, die ungefähr so ​​aussah:

Zweifellos tötete es viele Insekten und ermöglichte es unseren vielen Obstbäumen, reiche Ernten zu produzieren. Aber was machten all diese Chemikalien mit uns?

Nun wissen wir, dass DDT negative Auswirkungen auf die Tierwelt, insbesondere auf Vögel, hatte. Möglicherweise hatte es auch Auswirkungen auf den Menschen und wurde mit Frühgeburten in Verbindung gebracht. Der allgemeine Gebrauch wurde 1972 in den Vereinigten Staaten und hier in Australien 1987 verboten.

Aber natürlich blieben auch andere Pestizide im Einsatz. Schädigen sie auch uns und unsere Umwelt? Überwiegt ihr potenzieller Schaden den Nutzen, den sie im Hinblick auf die Schädlingsbekämpfung bewirken?

Sind moderne Pestizide sicherer?

Die Debatte zu diesem Thema dauert an und ist noch lange nicht gelöst. Eine neue Studie veröffentlicht in Natur Der vergangene Monat legt nahe, dass wir gut beraten wären, vorsichtig zu bleiben.

Beunruhigenderweise ergab die Studie, dass zehn Pestizide mit der Entstehung der Parkinson-Krankheit und der Schädigung von Dopamin-Neuronen in Zusammenhang stehen.

Im ersten Teil ihrer Studie bezogen die Forscher Daten von 829 kalifornischen Parkinson-Patienten und 824 „Kontrollpersonen“ ein. Der kommerzielle Einsatz von Pestiziden wird in Kalifornien seit 1972 erfasst, sodass Forscher die individuelle Exposition gegenüber Pestiziden im Laufe der Zeit abschätzen können. Die Forscher schlossen 722 Pestizide in ihre Analyse ein.

Sie fanden heraus, dass Patienten mit Parkinson-Krankheit eher in der Nähe von landwirtschaftlichen Hochschulen leben und arbeiten, wo der Pestizidgehalt höher ist.

Solche Ergebnisse geben offensichtlich Anlass zur Sorge, doch im zweiten Teil der Studie lieferten die Forscher weitere Beweise. Dabei wurden Stammzellen aus dem Blut von Teilnehmern mit Parkinson-Krankheit gewonnen. Sie testeten die Toxizität von 39 Pestiziden, die auf diese Zellen angewendet wurden, und stellten fest, dass 10 davon die Zellen negativ beeinflussten.

Die giftigen 10

Diese 10 Pestizide verursachten einen erheblichen neuronalen Tod. Zu den zehn zählten vier Insektizide (Dicofol, Endosulfan, Naled und Propargit) und drei Herbizide (Diquat, Endothall und Trifluralin). Darüber hinaus hatten auch drei Fungizide – Kupfersulfat (basisch und Pentahydrat) und Folpet – schädliche Auswirkungen.

Besorgniserregend ist, dass acht dieser zehn giftigen Pestizide immer noch bei der US-Umweltschutzbehörde registriert sind. Allerdings ist zu beachten, dass die Forscher Pestizide direkt auf die Zellen ausbrachten. Dies bedeutet, dass sie wahrscheinlich höheren Mengen ausgesetzt waren, als Verbraucher auf natürliche Weise ausgesetzt sein könnten.

Auf jeden Fall erinnern uns die Ergebnisse der Studie daran, auf die potenziellen Gefahren von Pestiziden aufmerksam und sogar alarmiert zu sein. In den 1960er-Jahren, als mein Vater eine schöne Reihe von Spalierobstbäumen wachsen ließ, trafen er und meine Mutter Vorsichtsmaßnahmen. Pflaumen, Pfirsiche, Birnen, Äpfel, Aprikosen und Nektarinen wurden vor dem Verzehr gut gewaschen.

Verbraucher werden auch heute noch dazu ermutigt. Wenn Sie Ihr Obst und Gemüse unter fließendem Wasser bei Raumtemperatur waschen (nicht einweichen), können Sie Chemikalien von den Produktoberflächen entfernen.

Wir können nur hoffen, dass die australischen Behörden durch Regulierung die potenziellen Gefahren, die von bestimmten Pestiziden ausgehen, wirksam eindämmen.

Genießen Sie in der Zwischenzeit das nächste Stück Obst – aber waschen Sie es unbedingt vorher!

Waschen Sie Ihr Obst und Gemüse immer noch, bevor Sie es essen oder servieren? Haben Sie Bedenken hinsichtlich der Gefahren von Pestiziden? Lassen Sie es uns im Kommentarbereich unten wissen.

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Gesundheit Haftungsausschluss: Dieser Artikel enthält allgemeine Informationen zu Gesundheitsthemen und stellt keine Beratung dar. Für gesundheitliche Ratschläge wenden Sie sich an Ihren Arzt.

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